NeuStart

Unser Mehrgenerationen-Wohnprojekt sucht ein Grundstück, ein Bestandsgebäude oder einen Partner.

Die Initiative ist offen für neue Mitglieder, die sich in einer solidarischen, ökologisch orientierten Gemeinschaft engagieren möchten.

Das bisher verfolgte Bauvorhaben im Neubaugebiet Rondorf Nord-West hat sich für uns als Startup-Genossenschaft als unrealistisch herausgestellt. Die Rahmenbedingungen waren zu komplex, der Finanzbedarf zu hoch.

Wo wir herkommen, wer wir sind
Entstanden sind wir aus dem Kreis derjenigen Menschen, die „Haus der Familie e.V.“ in Köln-Rondorf gegründet und das Vereinshaus geplant haben und bis heute als Jugend- und Nachbarschaftshaus erfolgreich und gemeinwohlorientiert betreiben.

Aus der Idee heraus, als Menschen aller Generationen gemeinsam zu wohnen und zu leben, entstand der „Hof der Familie“. Schnell kamen weitere Gleichgesinnte und aufgeschlossene Menschen hinzu, suchten ein Grundstück, gründeten eine Genossenschaft.

Im Rahmen des Neubaugebiets Rondorf Nord-West hatten wir die Chance, auf einem Grundstück am künftigen Quartiersplatz zu bauen, an dessen Konzept mehrere von uns im Rahmen einer Bürgerwerkstatt mitgearbeitet hatten. Wir hätten sehr gern zur Vitalität dieses neuen Dorfmittelpunktes beigetragen.

Wo wir jetzt stehen
Leider stellte sich das Bauvorhaben aus unterschiedlichen Gründen als nicht realisierbar heraus. Ausschlaggebend waren letztlich die Komplexität, der hohe Kapitalbedarf insbesondere für die Planungskosten und den Grundstückskauf, der von einer Startup-Genossenschaft nicht aufgebracht werden kann, sowie die hohen Baukosten. Die Mietkosten hätten nicht nur weit höher als bei etablierten Genossenschaften gelegen, sondern wären auch für freifinanzierte Wohnungen sehr hoch.

Im vergangenen Jahr mussten wir uns als Genossenschaft eingestehen, dass das Bauvorhaben in dieser Form und an diesem Ort nicht realisierbar werden kann.

Wir kennen nun die herausfordernden Rahmenbedingungen für alle, die in Köln und in der heutigen bau- und finanzpolitischen Situation ein solches Bauvorhaben realisieren möchten. Wir wissen, wann und wo wir anders hätten entscheiden müssen.

Ein Bauvorhaben nicht weiter verfolgen zu können heißt nicht, das gemeinsame Wohnprojekt aufzugeben. Mehr als die Hälfte der bislang 60 Mitglieder interessiert sich nun für einen Neustart. Wir wissen, was wir wollen, was wir suchen und wie wir es anpacken müssen.

Unsere Werte und Visionen
Wir haben intensiv erarbeitet, was uns verbindet, wie wir miteinander wohnen und leben wollen. Unsere Werte für das Zusammenleben haben wir unter den Stichworten wertschätzend, vielfältig, solidarisch, hierarchiekritisch, nachhaltig und partizipativ zusammengefasst. Im Praktischen streben wir an, materielle und immaterielle Dinge zu teilen. Gemeinschaftsräume mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, ein schöner Garten, Gästeappartements, vielleicht sogar ein Raum für Coworking, die gemeinsame Nutzung von Autos und Lastenfahrrädern gehören dazu. Gleichzeitig sollen die unterschiedlichen Lebensentwürfe und Lebensformen ebenso respektiert werden wie der Wunsch, für sich oder mit der Familie auch allein zu sein. Freud und Leid werden geteilt, wir stehen solidarisch füreinander ein.

Wie es weitergeht
Auch wenn einige von uns ehrenamtlich in Rondorf engagiert sind, wäre es unrealistisch, allein an diesem Stadtteil festzuhalten. Ob es im Kölner Süden sein soll oder in welchen Gebieten in und um Köln ist bislang nicht festgelegt. Wir sind offen, ein Neubau-Grundstück oder ein Bestandsgebäude zu suchen. Alternativ können wir uns vorstellen, das Vorhaben gemeinsam mit einem Partner zu realisieren. Höchstwahrscheinlich können wir uns als Startup keinen Grundstückskauf leisten, sondern sind auf Erbbaurecht angewiesen.

Wie man sich engagieren kann
Wir sind offen für weitere Mitglieder, die unsere Werte und Visionen teilen, insbesondere für jüngere Menschen und Familien. Wir werden viele Wege beschreiten müssen, um zu einem Grundstück, zu einem bestehenden Gebäude zu kommen oder einen Partner für die Realisierung zu finden. Wir werden uns gegenseitig verpflichten, die Baustandards festzulegen und das notwendige Kapital aufzubringen.

Unsere Stärken sind die mehrjährige Erfahrung, unsere Kultur der Kommunikation und Entscheidungsfindung, unsere Verbindlichkeit sowie die regelmäßigen Treffen im Haus der Familie.

Kontakt
Die Kontaktaufnahme zu uns erfolgt am einfachsten über info(at)hdf-eg.koeln